‹ zurück zur Startseite

Beispielfälle

Beispielfall I
Nach einem schweren Verkehrsunfall liegt Herr K. (42 Jahre alt) im Koma und wird künstlich per Magensonde ernährt. Seiner Frau hatte Herr K. oft gesagt, dass, sollte er voraussichtlich dauerhaft pflegebedürftig werden, er auf keinen Fall künstlich ernährt werden möchte. Frau K. möchte dies dem behandelnden Arzt mitteilen, findet aber bei ihm kein Gehör. Herr K. hatte keine Patientenverfügung verfasst. Der Arzt entscheidet sich für weiterhin lebenserhaltende Maßnahmen. In diesem Fall bleibt Frau K. nur der Weg zum Gericht, um den Willen ihres Mannes durchzusetzen. Dieses gerichtliche Verfahren ist allerdings sehr zeit- und kostenaufwendig. Es könnte durch eine Schlichtung verkürzt werden.

Beispielfall II
Nach einem schweren Verkehrsunfall liegt Herr C. (28 Jahre alt) im Koma und wird künstlich per Magensonde ernährt. Seiner Frau hatte Herr C. oft gesagt, dass, sollte er voraussichtlich dauerhaft pflegebedürftig werden, er auf keinen Fall künstlich ernährt werden wolle. Dies hielt er auch in einem elektronischen Archiv für Patientenverfügungen der Stiftung VorsorgeDatenbank zusätzlich fest. Nachdem der behandelnde Arzt von der Verfügung Kenntnis erlangte und deren Regelungen auf die aktuelle Gesundheitssituation zutrafen, entfernte er die Magensonde wieder. Palliativmedizinisch wurde Herr C. bis zum Tod fürsorglich begleitet.

Beispielfall III
Wie ist oftmals die Realität?
Herr M. ist 35 Jahre alt und Vater von zwei 2 Kindern im Alter von zwei und fünf Jahren. Er hatte einen schweren Verkehrsunfall als er auf dem Weg zur Arbeit war. Nach diesem schweren Unfall wird er ins Krankenhaus eingeliefert. Er liegt im Koma und kann seinen Willen nun nicht mehr äußern. Bei ihm wird keine Notfallkarte gefunden und er hat keine Patientenverfügung. Dann entscheiden die Ärzte über die entsprechenden Maßnahmen. Im Zweifel bleibt sein Wille unberücksichtigt.

Beispielfall IV
Bei Herrn P. wird eine Notfallkarte gefunden, allerdings ist die Patientenverfügung nicht verfügbar. Denn sie wurde weder registriert, noch archiviert und Angehörige können darüber auch keine Auskunft geben, weil Herr P. ihnen gegenüber nie seinen Willen geäußert hat, wie in solchen Notsituationen zu handeln sein soll. Dann müssen die Ärzte recherchieren, doch was ist, wenn die Zeit drängt? Im Zweifel entscheiden dann die Ärzte gemeinsam mit dem Betreuer/Bevollmächtigten ohne den festgelegten Willen von Herrn P. zu kennen.

Beispielfall V
Optimale Absicherung 1:
Die Notfallkarte wird bei Herrn K. gefunden und die Patientenverfügung wird von seiner Frau vorgelegt. Allerdings sind sich Frau K. und die Ärzte nicht darüber einig, welche Maßnahmen getroffen werden sollen. In diesem Fall ist das Betreuungsgericht anzurufen, um eine Entscheidung zu treffen. Dem kam Herr K. zuvor, indem er in seine Patientenverfügung eine „Schlichtungsklausel“ aufgenommen hat. Dann ist vor dem gerichtlichen Verfahren, eine Schlichtung durchzuführen. Diese ist individuell, nimmt weniger Zeit in Anspruch und ist günstiger als ein gerichtliches Verfahren.

Optimale Absicherung 2: Im Idealfall findet man bei Herrn K. die Notfallkarte, die auf die Archivierung seiner Patientenverfügung in der elektronischen Datenbank der DVZ AG / Stiftung VorsorgeDatenbank verweist und die Ärzte, die zugangsberechtigt sind, können auf diese sofort zugreifen und nach dem dort festgeschriebenen Willen des Herrn K. handeln.

Die oben beschriebenen Szenarien basieren auf wahren Gegebenheiten und geschehen täglich erschreckend oft in Deutschland. So gibt es viele zehntausend Fälle, wo Menschen hilflos der jeweiligen Situation ausgesetzt sind und nicht selbstbestimmt handeln können.

Wenn Sie das VorsorgeBuch mit seinen wichtigen Formularen heute noch bestellen, zeitnah ausfüllen und Ihre verfassten Verfügungen online registrieren/archivieren, sorgen Sie für alle Fälle vor. Sie übernehmen damit Verantwortung für Ihre Familie und sich selbst und können so in eine rechtlich abgesicherte Zukunft blicken!

Rechtsanwalt JUDr. Heinrich Meyer-Götz

Ihr Experte für Testamente und Vermögensnachfolge. Mehr

Rechtsanwältin
Karin Meyer-Götz

Ihre Expertin für Familien- und Steuerrecht. Mehr